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Sonntag, 21. Mai 2017

Dunkle Materie - Contagious

Apokalypse - Virus - Tod und Verderben - Überlebende auf der Suche nach einer Heilung und einem Grund. Ich bin dabei! Darum war klar, dass ich bei "Contagious" sofort zugreifen musste. Auch wenn ich (woher auch immer) irgendwie die Angst hatte hier eher in ein Kinderbuch zu schlittern - total unbegründet!


Cassie ist seit einem Jahr verschwunden, sogar vermisst gemeldet und ein Fall für die Polizei. Ihr Bruder Kai verliert langsam den Glauben daran noch auf neue Hinweise zu stoßen und seine Schwester wiederzufinden.

Doch dann findet Shay einen Flyer, mit dem Foto von Cassie und erinnert sich an eine Beobachtung, die sie vor einem Jahr gemacht hat. Sie tritt in Kontakt mit Kai und gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach seiner Schwester. Was die beiden nicht erwarten konnten - diese Suche bringt sie mitten in eine neue und extrem tödliche Epidemie hinein. Können die beidem dem ansteckenden Tod entrinnen, Kais Schwester finden und dabei auch noch aufdecken was wirklich hinter dem mysteriösen Virus steckt?


Ich gebe zu - ich hatte gewisse Vorurteile oder besser gesagt Befürchtungen zu dem Buch. Nämlich, dass es zu seicht, zu einfach und zu kindisch werden könnte. Aber ich wurde überrascht - und das auf jeden Fall positiv!

Die Story ist von Beginn weg auf ihre eigen Art und Weise packend und fesselnd - wahrscheinlich weil sie durch eine gewisse Brutalität und Rohheit überrascht, mit der man nicht gerechnet hätte. Ich war regelrecht fast ein bisschen geschockt, als man gleich in den ersten Seite mit Menschenverbrennung und recht dubiosen Forschungen und Versuchen am Menschen konfrontiert wird. Aber dieser Schock war definitiv in positivem Sinne, denn der hat gleich mal gezeigt, dass man es hier nicht mit einer butterweichen Lektüre zu tun hat.

Genauso roh und derb geht der allgemeine Story Plot auch weiter. Man sollte sich von dramatischen Auswirkungen einer Epidemie, jede Menge Tod und Verderben und sterben Menschen nicht abschrecken lassen. Teilweise ist das Übel wirklich sehr bildlich und einfach erschreckend. Aber das erzeugt eine Grundstimmung, die einfach passt.

Ansonsten ist die Story durchwegs in Ordnung. Man muss sich zwar mit ein paar etwas schrägen Dingen abfinden, die gehören aber zur Story dazu und ergeben auf ihre Art und Weise auch abgedreht im Fortlauf der Story Sinn. Trotzdem auf jeden Fall eine sehr ungewöhnliche Konstellation mit der man sich einfach abfinden muss. Außergewöhnlich aber dadurch auch insbesondere interessant. Man muss sich einfach darauf einlassen.

Die Charaktere sind ebenfalls völlig in Ordnung. Nicht allzu abgedroschen und auch nicht übertrieben abgehoben. Irgendwie ganz normal eigentlich. Richtig erfrischend mal nicht nur über die Allerbesten zu lesen, sondern auch mal das Normale als gegeben zu akzeptieren und zu unterstützen.

Was mich ein klein wenig gestört hat - der ein oder andere Plottwist sind fast schon vorhersehbar. Gerade der große zum Ende weg - der zu einem mörder Cliffhanger führt - war denkbar einfach aufzudecken. Da hätten bei dem ein oder anderen Protagonisten schon früher die Alarmglocken klingeln können.

Zudem kommt noch dazu, dass manche Reaktionen - gerade im Hinblick auf das Verderben und den Tod, welcher rund um das Geschehen herrscht - fast ein bisschen emotionslos rüber kommen. Ich persönlich brauche ja keine überschwänglichen Emotionsschübe, aber hier wäre stellenweise ein bisschen mehr Gefühl angebracht gewesen. Immerhin passieren hier doch sehr tragische Dinge und manche davon auch noch auf einer sehr persönlichen Ebene. Da wäre etwas mehr Trauer, Frustration oder eben Gefühl im allgemeinen durchwegs zu erwarten gewesen.
Natürlich kommen wir auch wieder mal nicht ohne Lovestory aus, aber die bleibt zumindest sehr unkitschig - wenn auch an dieser Stelle dann wiederrum sehr schnell sehr tiefgründig. Fast ein bisschen zu schnell für meinen Geschmack, aber zumindest wird nicht allzu viel Tam-Tam darum gemacht.

Nichts desto trotz hat mich "Contagious" wirklich überzeugt und war ein total angenehmer und schneller Read ohne große Mankos oder Ausbrecher. Die Story ist spannend, traumatisch tragisch und wirklich fesselnd. Kann man kaum ein schlechtes Wort darüber verlieren. Ich freu mich schon mal auf die Fortsetzung, denn wieder einmal ist - wer hätte damit rechnen können - der Anfang einer Trilogie. Aber dank Cliffhanger und packender Story auf jeden Fall mal wieder eine Reihe an der man dran bleiben kann und eigentlich auch will!


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